Archive for Dezember 2006

Oma Knackbusch

Weihnachtskurzgeschichte: “Oma Knackbusch”

(Von einem unbekannten Meister aus Bremen)

Hübsch leise rieselt schon der Schnee
die Flocken ziehn von Luv nach Lee,
ganz still und dunkel ist das Haus,
sieht einsam und verlassen aus,
weil Vater , Mutter und das Kind,
zur Kirche schon gegangen sind.
Das Fest wohl vorbereitet habend,
denn heute ist ja Weihnachtsabend.

Ein Schatten schleicht im Garten hin,
die Scheibe klirrt, schon ist er drin -
-ein Stuhl verrutscht - ein Glöckchen klingt,
der Strahl der Tachenlampe blinkt,
und die gehört Carl- Gustav Clausen,
entlassen jüngst aus Oslebshausen,
der dieser Art im fremden Haus,
sucht seine Weihnachtsgaben aus.

Der Weihnachtsbaum ist ihm egal;
am Gabentisch trifft er die Wahl:
in seinen Sack zuerst rein tut er,
das Perlenkollier für die Mutter.
Als zweites dann, hoch schlägt sein Herz,
greift er die Stola sich vom Nerz.
Zum dritten in den Sack rein tat er,
die goldne Uhr bestimmt für Vater.
Zwei Flaschen greift er auch sich schnell,
voll Whiskey teils, teils voll Chanel.
Am Tisch der Tochter findet er,
12 Silberlöffel fürs Dessert.
Auch noch zwei Schuhe für die Hand
aus Saffianleder dort er fand.
Dann aber schaut er staunend an,
Klein Bubis neue Eisenbahn!

Die Wagen, die Elektronlok,
den Tunnel und den Prellebock.
Die Schranke auch und die Geleise,
das rührt ihn in besondrer Weise.
Er läßt den Sack zu Boden gleiten,
und hockt sich wie in alten Zeiten,
hin auf den Teppich ganz bequem,
und drückt schon auf das Schaltsystem.
Und hell der Zug beginnt zu sausen,
Signale leuchten seinem Brausen,
und sieh, der Dieb Carl-Gustav Clausen
(entlassen jüngst aus Oslebshausen)
ist plötzlich und von ungefähr
jetzt wieder ein Stationsvorsteh´r.

Wie er´s vor manchem Schicksalsjahr,
einstmals als kleiner Junge war.
(in allen seinen Phantasien
schmückte die rote Mütze ihn
und doch hat er mit Müh´und Plagen
so manche Mütze sonst getragen:
Feldmütze erst dann die für Schieber,
die blaue Seemansmütz noch lieber,
zuletzt, er denkt daran mit Grausen,
das Krätzchen noch von Oslebshausen!)

Es rattern Schienen, schnurrt die Bahn,
da hat die Tür sich aufgetan:
Plötzlich ins Zimmer ungebeten
ist Oma Knackbusch eingetreten.
die, - da sie zählt so viele Jahre -
nicht mit zum Kirchgang draußen war.

“o” sprach die Oma: “kiek mol an,
dor is scha woll de Wiehnachtsmann!”
“Och Wiehnachtsmann lot di ni stören,
ich kann schlecht kieken und schlecht hören
man doch das seh ich eben recht:
Du hesst in dienen Sack was bröcht!
Ich töw schon an die 100 Jahr,
dass ich dich auch mal werd geahr!”

Carl-Gustav Clausen guckt verdattert,
er kommt nicht klar, sein Herz das flattert,
schon greift er nach dem Sack verstohlen,
um die Pistole rauszuholen.
doch Oma fängt zu lachen an:
“Ob ich dem lieben Weihnachtsmann
auch mein Gedicht aufsagen kann?”
“Lieber guter Weihnachtsmann,
kiek Gesche Knackbusch freundlich an.
und steck auch deine Rute ein-
lütt Gesche will auch artig sein!
So, war das nich´n scheun Gedicht?
Heest du ok Pepernööt för mich?”

(Carl-Gustav schwanken schon die Füße,
er sucht verzweifelt Pfeffernüsse)
Und wie er endlich welche findet,
nachdem er erst ein Licht entzündet,
da holt die Oma aus dem Schapp
schon eine Flasche Korn herab
und schenkt dem Gast ein Gläschen ein:
“Prost, das soll für Wiehnachten sein!”
“P.p.p.rost” stammelt auch Carl-Gustav Clausen
(und wünscht sich fast nach Oslebshausen)

“Ach Wiehnachtsmann, nu kiek mol her,
du hest ja noch din Sack nich leer.
Laß man, ich helf dir _ oh wie fein -
die Kette wird für Trina sein.
Der Pelz, die Klock - und all´ns zum Feste,
och, Wiehnachtsmann, du büst der Beste!”

Und Oma holt da alles raus,
packt ihm sein ganzes Säcklein aus.
Mit “Oh” und “Ah” legt jedes Stück,
sie fein auf seinen Platz zurück.
bis sie, nachdem der Rest verschwand,
im Sack noch die Pistole fand;
da lacht und jubelt sie: “Hihi,
die Sahnespritze ist für mi!”

(Carl-Gustav fährt das in die Waden,
denn schließlich ist das Ding geladen.)
Doch Oma meint: “Ich muß probieren,
wie wohl die Spritz deit funkschonieren.”
Sie fummelt hin, sie fummelt her
(Carl -Gustav stöhnt und kann nicht mehr.
Schon spürt den Angstschweiß im Genick er.)
“Kiek” ruft sie nun “da is scha´n Drücker.
Pass auf mien leewer Wiehnachtsmann,
nu spritz ich di mit Sahne an.”
“Nu kiek doch nicht so basch und wild,
die Spritze ist ja nicht gefüllt.
Ich tu nur so und drück mal zu,
als ob ich Sahne spritzen tu.”

Carl-Gustav springt mit einem Satz
aufs Fensterbrett wie eine Katz-
die Scheibe klirrt - Carl-Gustav Clausen
ist, knapp gerettet, wieder draußen.

Doch Oma Knackbusch, fleißig immer,
macht Ordnung schon im Weihnachtszimmer,
schon klingen Kirchenglocken ja
und bald ist die Familie da.
Und dann, im Licht der Weihnachtskerzen
umarmt man Oma recht von Herzen,
und freudenvoll und gut gelaunt
wird jeder Gabentisch bestaunt.
Da liegt - da liegt - man träumt ja wohl,
auf Omas Tisch ein Mordspistol!

“Tschä”, strahlt die Oma, “kiek mol an,
dat Ding heb ich vom Wiehnachtsmann.
Da kann ich mit zu mien Vergnügen
ganz billig mal nach Kuba fliegen.”


Add comment 10. Dezember 2006

Weihnachtsgeschenke

Eine kleine Sammlung von Vorschlägen für Weihnachtsgeschenke zum Basteln, Backen und Einmachen ist unter ein-plan.de/weihnachtsgeschenke zu finden.

Ideen und Anleitungen für: Kuchen im Glas, Weihnachtsmarmelade, Drahtbaum, Leuchtstern, Windlicht, etc…

Schöne vorweihnachtliche Zeit noch!


Add comment 9. Dezember 2006

Kuchen im Glas

Rezept: “Kuchen im Glas”

Zutaten:

  • 500g Margarine (Zimmerwarm)
  • 500g Zucker
  • 500g Eier (9 Normalgroße Eier; Zimmerwarm)
  • 500g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • Wahlweise: Schokoladenflocken, Kakao, getrocknete Cranberrys oder Sultaninen, etc.
  • Semmelbrösel und Margarine für die Gläser
  • 6 Weck-Sturz-Gläser á ¾ Liter oder 9 Weck-Sturz-Gläser á ½ Liter, samt Glas-Deckel, Einkochringen und Einweck-Klammern.

Zubereitungszeit: ca. 25 Minuten

Backzeit:

  • ca. 30 Minuten bei 160°C (Umluft) für ½ Liter Gläser
  • ca. 35 Minuten bei 160°C (Umluft) für ¾ Liter Gläser

Anleitung:

  • Die Gläser innen mit Margarine einfetten und mit Semmelbröseln ausstreuen.
  • Rand der Gläser, Deckel sowie Gummiringe müssen frei von Fett und Bröseln sein.
  • Einkochgummiringen in Schüssel mit kaltem Wasser legen.
  • Backofen auf 160°C (Umluft) vorheizen.
  • Margarine, Eier und Zucker mit der Rührmaschine (oder Handrührgerät) schaumig rühren.
  • Mehl mit dem Päckchen Vanillezucker und dem Päckchen Backpulver vermischen und ebenfalls in die Rührmaschine geben und kurz unterrühren.
  • Wahlweise Schokoladenflocken oder getrocknete Cranberrys oder Sultaninen beigeben, nochmals kurz unterrühren.
  • Gläser zu 2/3 mit dem fertigen Teig befüllen; dabei darauf achten, dass der Glasrand sauber bleibt; dann die gefüllten Gläser in den aufgeheizten Backofen stellen. Gläser dürfen sich nicht berühren.
  • Nach 30 Minuten (½ Liter Gläser) bzw. 35 Minuten (¾ Liter Gläser) mit einem Holzstäbchen in den Teig stechen. Bleibt kein Teig mehr hängen, ist der Kuchen fertig und kann aus dem Backofen genommen werden. Vorsicht, Gläser sind heiß! Topflappen verwenden!
  • Feuchten Gummiring auf die Innenseite des Glasdeckels legen. Dann den Glasdeckel samt Gummiring auf das Sturzglas legen und mit vier Einweck-Klammern verschließen.
  • Wenn der Kuchen ausgekühlt ist (ca. 6 Stunden später) kann man die Einweck-Klammern wieder entfernen.
  • Der Kuchen im Glas kann an einem kühlen, lichtgeschütztem Ort mindestens sechs Monate lang aufbewahrt werden.

Info:

  • Sturgläser, Deckel, Gummiringe, etc. gibt es bei www.weck.de
  • Anzumerken ist, dass die Gläser im Viererverbund verschickt werden. Diese Verbundverpackung ist leider nur mangelhaft gegen Bruch bzw. Absplittern geschützt. Weck sendet aber ohne Probleme Ersatz für auf dem Transportweg beschädigtes Glasgut.
  • Bei Küchen Lösch kostet das ½ Liter Glas im Viererverbund € 2,45. Bei www.weck.de bekommt man es dagegen für € 1, 53 (Stand: Dez. 2006).
  • Wenn der Kuchen aus dem Glas gestürzt wird, kann man ihn in Scheiben schneiden und mit Sahne und/oder frischen Früchten verzieren. Guten Appetit!

Add comment 8. Dezember 2006

Familiennamen in Deutschland

Unter der Adresse http://christoph.stoepel.net kann man sich anzeigen lassen, wo und wie oft ein bestimmter Familienname in Deutschland vorkommt.

Verkompliziert ausgedrückt handelt es sich um eine “geographische Genealogie” (kurz: “Geogen”), sozusagen eine ortsbezogene Ahnenforschung.

Als Beispiel:
Gibt man “Ermann” ein, so erhält man folgendes Resultat:

geogen (ermann)

Sowie den schönen Satz (sinngemäß):
“Die meisten Ermanns findet man in der Kreisfreien Stadt Nürnberg” - Meine Heimatstadt :-)

Nettes Spielzeug, sag ich dazu!

Als Datenbasis hält das Telefonbuch der Dt. Telekom her…


2 comments 7. Dezember 2006

WG Impressionen

Ein paar - sehr nette, wie ich finde - Impressionen aus einer Wohngemeinschaft:

PilotWG Impressionen 1PilotWG Impressionen 8PilotWG Impressionen 12PilotWG Impressionen 16PilotWG Impressionen 1.1

(Dieser Eintrag ist exklusiv zu erreichen über still-leben.de.gg ;-))


Add comment 7. Dezember 2006

Streicholz und Seemann

Kennst Du auch den Spruch “Wenn Du dir eine Zigarette an einer Kerze anzündest, dann stirbt ein Seemann.”

Wieso sollte bei dieser Aktion ein Seemann sterben, fragst Du dich?
Eine doch recht plausible Hypothese dazu geht wie folgt:
Früher hatten die Seeleute nicht immer eine Anstellung zur See; konnten also nicht anheuern. Damit sie sich die übrige Zeit auch über Wasser halten konnten, stellten viele der Seefahrer - wenn sie nicht zur See fuhren - Streichhölzer her.

Entzündete man nun eine Zigarette ohne ein Streichholz zu benutzen, so führte das zwangsläufig dazu, dass der Streichholzproduzierende Seemann auf Land weniger Streichhölzer verkaufen konnte. Dies führte wiederum dazu, dass er weniger Geld hatte, was letztlich zu seinem Tod durch Verhungern führte. Von der einen Arbeitslosigkeit quasi in die nächste gerutscht…

Dies alles wegen einer, an einer Kerze, entzündeten Zigarette.

Also denk das nächste Mal bitte nach, bevor Du dir eine Kippe an einer Kerze ansteckst. Blass die Kerze vorher lieber aus. Entzünde die Kerze mit einem Streichholz neu und zünde dir dann mit einem weiteren neuen Streichholz deine Fluppe an!

Die Seemänner (respektive Seefrauen) werden es dir danken! :-)

Analog zu dieser Hypothese, wird auch verständlich, warum man mit einem Streichholz nicht mehr als eine Zigarette entzündet. Klar? Zwei Kippen, zwei Streichhölzer. Drei Kippen, drei Streichhölzer und alles ist gut…

Hier noch ein Comic zu dieser Thematik:

Seemann und Kerze (Comic)

Moi’n Dag!


Add comment 7. Dezember 2006

Sonnenaufgang

Sonnenaufgang zwischen 8:53 und 9:23 Uhr am 6.12.2006 in Nürnberg-Schniegling:

Sonnenaufgang 1Sonnenaufgang 2Sonnenaufgang 3Sonnenaufgang 4Sonnenaufgang 5Sonnenaufgang 6Sonnenaufgang 7Sonnenaufgang 8Sonnenaufgang 9


3 comments 7. Dezember 2006

Schärfegrad “F”

Leider hatte ich noch nicht das Vergnügen, doch die übernächste Essensfahrt steht definitiv fest.

Es ist an der Zeit, die Geschmacksnerven zu perforieren. Angeblich ist Schärfegrad “F” nur konsumierbar, wenn ein Rettungswagen daneben steht. Zwecks Magenauspumpung, Wiederbelebung und Abschabung des Mundraums und der Speiseröhre durch fachkundige Spezialisten, genannt “Notärzte”.

Worüber ich rede? Na über bestworschtintown.de.

Hier ein Auszug aus der Speisekarte:

Brennometer

Guten Appetit; oder sollte ich besser sagen “burn, baby, burn!” ;-)


Add comment 6. Dezember 2006

Waldgeist

‘Masse mit Klasse’ wäre eine gute Beschreibung für das Restaurant ‘Waldgeist‘ in Hofheim, Hessen. Wer schon immer mal Essen wollte bis der Magen platzt (vgl. Das große Fressen), ist genau hier am richtigen Fleck. Es gibt Burger mit über 30 cm Durchmesser. Schnitzel von denen eine Großfamilie sich eine halbe Woche ernähren könnte. Im Grunde gibt es dort alles, nur etwas (sehr, sehr, sehr viel) größer.

Das erste Video ist ein Zusammenschnitt der legendären Schnitzelfahrt, die letztes Jahr stattfand:

Und hier noch ein weiteres Videos von anderen Viel-Essern:

Desweiteren ein TV-Beitrag zum Waldgeistrestaurant wo der Chef zu Wort kommt:


Add comment 5. Dezember 2006

Dove deckt auf

Der Werbevideoclip ‘evolution’ von Dove zeigt, wie es in der Welt der retuschierten TitelblattheldINNen, Stars, Sternchen, Mannequins und Models zugeht.

Inhalt: Für ein Plakat wird im Zeitraffer gezeigt, wie durch Schminken und Bearbeitung des Bildes mit Photoshop aus einer gewöhnlichen Frau eine echte “Seite 1″-Schönheit wird.

Der Clip online bei Dove: http://www.campaignforrealbeauty.ca

Und hier noch ein paar Verarschungs-Clips dazu:


1 comment 4. Dezember 2006

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